Geschichte der Schule

Von den Anfängen im Jahr 1888 bis zur modernen Förderschule von heute: Erfahren Sie hier alles über die Geschichte der LVR-Gerricus-Schule, die Entstehung unseres Namens und die Bedeutung unseres bunten, fröhlichen Erscheinungsbilds.

Die Geschichte unserer Schule

Im Überblick

  • 1888: Gründung der Gehörlosenschule in Elberfeld (heute Wuppertal Elberfeld)

  • 1888: Gründung der Schwerhörigen-Schule in Düsseldorf

  • 1976: Beide Schulen ziehen als getrennte Schule in ein gemeinsames Gebäude nach Düsseldorf-Gerresheim

  • 2002: Gehörlosenpädagogik und Schwerhörigenpädagogik werden zum Förderschwerpunkt "Hören und Kommunikation" zusammengelegt.
    In Gerresheim gibt es nun für die Primarstufe die Johann-Heidsiek-Schule und für die Sekundarstufe I die Gerricus-Schule

  • 2014: Primarstufe und die Sekundarstufe I werden endgültig zu einer gemeinsamen Schule zusammengelegt: der LVR-Gerricus-Schule

Unser Schulname – der Wunsch nach Identität

Seit der Neuorganisation der Rheinischen Schulen für Schwerhörige und Gehörlose in Düsseldorf im Jahr 2002 wurden Überlegungen zu einem neuen Namen für die Schule angestellt. Die Rheinische Schule für Hörgeschädigte, Sekundarstufe I, machte den Anfang. Letztlich ging es auch darum, ein Stück Authentizität zu erlangen, waren die neuen Schulbezeichnungen doch zum einen sehr lang und zum anderen auch wenig identisch und typisch für eine bestimmte Schule.

Die Überlegungen zu einem Schulnamen wurden in den Mitwirkungsgremien Lehrerkonferenz, Schulpflegschaft, Schulkonferenz und Schüler*innen-Mitverwaltung intensiv diskutiert. Es kamen viele Vorschläge, die sich zum Beispiel auf bekannte Persönlichkeiten in der Hörgeschädigtenpädagogik bezogen oder auf nordrhein-westfälische Politiker*innen oder auch auf bekannte Düsseldorfer Künstler*innen. Doch entweder war der Name bereits vergeben oder der Bezug der Person zu der Schule konnte nicht schlüssig hergeleitet werden.

Historische Wurzeln im Stadtteil

Schließlich kam eine Kollegin auf die Idee, den Stadtteil Gerresheim als unmittelbare Umgebung der Schule in die Überlegungen mit einzubeziehen. Gerresheim hat eine in das frühe Mittelalter hineinragende Geschichte und diese Spuren führten zu dem Namen "Gerricus", der auch heute in Gerresheim noch mehrfach zu finden ist, zum Beispiel Gerricus-Apotheke, Gerricus-Platz, ...

Für die Schüler*innen sollte dieser Name eine Verknüpfung zu ihrem Schulort darstellen, mit dem sie sich auch örtlich identifizieren sollten.

Der Name fand in allen Schulmitwirkungsgremien allgemeine Zustimmung. Die Bezirksvertretung Gerresheim und das Pfarramt in Gerresheim, in deren Basilika die Gebeine des Edelmannes Gerricus aufbewahrt werden, freuten sich sehr über diese Namensgebung, mit der auch ein Stück Geschichte dieses Stadtteiles erhalten wird.

Für unsere Schüler*innen, die aus einem weiten Einzugsbereich kommen, bedeutet er letztlich auch eine namentliche Beziehung zu dem Schulort in Düsseldorf-Gerresheim.

Den Namen mit Leben füllen

Im Rahmen einer Projektwoche setzten sich die Schüler*innen im Jahre 2008 mit dem neuen Schulnamen "Gerricus" auseinander. Sie lernten den Mann Gerricus und seine damalige Zeit kennen, übten den neuen Schulsong ein, gestalteten Bilder, die zur "Gerricus-Schule" passen sowie ansprechende Schriftzüge für unsere Schuleingänge.

Unser Schullogo

Durch die Zusammenlegung der Johann-Heidsiek-Schule und der Gerricus-Schule im Jahr 2002 kam der Wunsch nach einem gemeinsamen Schulsignet auf, das unsere neue Schulgemeinschaft symbolisiert.

Ein erstes Schulsignet

Die Entwicklung des Signets war ein längerer und gemeinschaftlicher Prozess. Die Grundlage der Entwicklung bildeten sowohl die Wünsche der Schüler*innen, der Eltern wie auch der Lehrkräfte. Dafür wurden über 50 Entwürfe von allen Seiten eingereicht, die anschließend zur Wahl standen.

Das gewählte Signet war klar, freundlich und bunt – wie wir. Die verschiedenen Symbole stehen für die Bereiche Hören, Kommunikation, Sprache, Gebärden, das Visuelle, wie auch die Solidarität für alle Menschen mit Hörbeeinträchtigung.

Logo der Gerricus Schule: Der Schulname steht in schwarzer, serifenloser Schrift neben fünf farbigen Quadraten. Die Quadrate enthalten weiße Symbole für Sinne und Kommunikation: ein Ohr auf Violett, zwei Hände in Gebärdensprache auf Türkis, ein Mund auf Gelb, ein Auge auf Grün und die "I-Love-You"-Gebärde auf Rot.
Das ehemalige Signet der LVR-Gerricus-Schule

Neues Design und neues Schullogo

Seit dem Jahr 2025 nutzen wir unser neues Logo, das die starke Verbindung zu unserem Schulträger zeigt, dem Landschaftsverband Rheinland (LVR). Das lächelnde Gesicht aus dem Logo symbolisiert den Fokus auf den Menschen sowie die Zielsetzung, Verbindungen zu stärken und jeden Menschen mit seinen individuellen Stärken wahrzunehmen, anzuerkennen und ihn bedürfnisorientiert zu unterstützen. Inspiriert durch den Verlauf des Rheins schafft es einen Bezug zum Rheinland. Das Design spiegelt die Vielseitigkeit wider, ermöglicht eine barrierearme Kommunikation und schafft ein einzigartiges, wiedererkennbares Erscheinungsbild für den Verband mit all seinen Einrichtungen und Aufgaben.

Logo der Gerricus Schule: Der Schulname steht in schwarzer, serifenloser Schrift neben fünf farbigen Quadraten. Die Quadrate enthalten weiße Symbole für Sinne und Kommunikation: ein Ohr auf Violett, zwei Hände in Gebärdensprache auf Türkis, ein Mund auf Gelb, ein Auge auf Grün und die "I-Love-You"-Gebärde auf Rot.
Das Logo der LVR-Gerricus-Schule