Schulvertrag & Schutzkonzept

Sicherheit und Respekt als Fundament: Erfahren Sie hier, wie unser Schulvertrag ein faires Miteinander verbindlich regelt und wie unser umfassendes Schutzkonzept sowie das engagierte Kinderschutz-Team für ein sicheres Lernumfeld an der LVR-Gerricus-Schule sorgen.

Ein großes, buntes selbstgezeichnetes Bild hängt an einer Korkwand: Darauf ist der Schriftzug zu lesen "Unsere Klasse – wir halten zusammen" und mehrere Arme und Hände, die wie bei einer Demonstration in die Höhe gehalten werden.

Unser Schulvertrag – die Basis für unser Schulleben

An unserer Schule legen wir großen Wert auf ein respektvolles und faires Miteinander. Deshalb ist unser Schulvertrag weit mehr als nur ein Dokument – er ist ein Versprechen, das wir uns gegenseitig geben.

Zu Beginn jedes Schuljahres nehmen wir uns in den Klassen Zeit, die Inhalte gemeinsam zu besprechen und zu hinterfragen. Erst wenn alles klar ist, unterschreiben alle: die Schüler*innen, die Eltern, die Klassenleitung und die Schulleitung. So ziehen wir alle an einem Strang.

Ein Exemplar bleibt sicher in der Schule verwahrt, während das andere als Orientierung mit nach Hause geht. Und sollte es im Alltag einmal haken? Dann nutzen wir den Vertrag als freundliche Brücke, um gemeinsam Lösungen zu finden und unser schönes Schulklima zu bewahren.

Inhalte unseres Schulvertrags

Unser Schutzkonzept – für sicheres Lernen an unserer Schule

An der LVR-Gerricus-Schule hat der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor jeder Form von Gewalt oberste Priorität. Wir verstehen unsere Schule als einen Ort, an dem gegenseitiges Vertrauen, Wertschätzung und Empathie die Grundlage für erfolgreiches Lernen bilden. Da wissenschaftliche Studien zeigen, dass Kinder mit Hörschädigung ein höheres Risiko tragen, von Gewalt betroffen zu sein, positionieren wir uns klar und offensiv für deren Schutz.

Dazu haben wir ein schulinternes Schutzkonzept erarbeitet, das als verbindlicher Leitfaden für Prävention und Intervention dient, um ein sicheres Umfeld für alle Beteiligten zu gewährleisten.

Eine Schule, die das Thema sexualisierte Gewalt in ihrem Leitbild, im Schulprogramm oder dessen Präambel verankert, positioniert sich deutlich und sendet ein starkes Signal, dass diese hier nicht toleriert wird.

Schule gegen sexuelle Gewalt

Verhaltenskodex

Teil unseres Schutzkonzepts ist der Verhalteskodex für alle Beschäftigten der LVR-Gerricus-Schule. Klare Regeln schützen Schüler*innen und bewahren auch Lehrkräfte vor möglicherweise falschem Verdacht.

Hilfe

Schüler*innen werden ermutigt, Hilfe anzufragen. Wir vermitteln: Hilfe holen macht stark.

Kommunikation

Die Sprache ist respektvoll und nicht bloßstellend. Zuhören, Zuschauen und gegenseitiges Ausreden lassen sind zu beachten.

Respekt

Ein respektvolles Miteinander schließt ebenso den ordentlichen Umgang mit Räumen, Einrichtungen und Materialien anderer ein. Respekt gilt auch im Konfliktfall.

Stopp

Das verbale oder nonverbale Äußern, dass das Handeln eines Anderen Grenzen überschreitet, führt zur sofortigen Einstellung und Korrektur des Handelns. Insbesondere gilt: Niemand ist gegen seinen Willen zu berühren/anzufassen. Selbst- und Fremdgefährdung sind Ausnahmen.

Sprache und Ansprache

  • Alle an der LVR-Gerricus-Schule eingebundenen Personen begegnen einander mit Wertschätzung und Respekt. Der höfliche Umgang fördert ein gutes Lern- und Arbeitsklima.

  • Gegen diskriminierendes, gewalttätiges, sexistisches und rassistisches Verhalten wird aktiv Stellung bezogen und eingeschritten.

  • Abwertende, sexualisierte, gewaltverherrlichende, diskriminierende oder rassistisch geprägte gewaltzeigende Sprache und Gebärdensprache werden nicht geduldet und konsequent geahndet. Dies gilt ebenso für abfällige Bemerkungen oder Bloßstellungen.

  • Kosenamen und/oder Namensverniedlichungen sind zu unterlassen.

Nähe und Distanz

  • Alle an der LVR Gerricus-Schule Tätigen gehen achtsam, respektvoll und verantwortungsbewusst mit Nähe und Distanz um. Insbesondere die Intimsphäre und die persönlichen Grenzen des Gegenübers sowie eigene Grenzen werden erkannt und respektiert.

  • Lehrinhalte sind so zu gestalten, dass gegenüber Schüler*innen keine Grenzen überschritten werden.

  • Einzelgespräche, Beratungssituationen, Individualförderung und so weiter erfordern in besonderer Weise die Beachtung der Spezifität der jeweiligen Situation.

  • Äußern Schüler*innen selbst subjektiv empfundene Grenzüberschreitungen, sind diese ernst zu nehmen und ohne Kommentierung zu respektieren.

  • Grenzen werden klar benannt und gegebenenfalls begründet.

  • Grenzverletzungen müssen thematisiert werden.

Körperkontakt

  • Der Wille des Kindes ist zu respektieren. Körperkontakt ist jedoch nicht immer auszuschließen. Sollte ein*e Schüler*in aufgrund einer besonderen Situation körperlichen Kontakt suchen, ist dem Wohl des Kindes gemäß und unter verantwortlicher Grenzwahrnehmung zu handeln. Das Zulassen von körperlicher Nähe in diesem Sinne ist mit dem Kind zu thematisieren und transparent zu machen.

  • Jede Form persönlicher Grenzverletzung ist bewusst zu reflektieren. Es sind angemessene Maßnahmen zu deren Verhinderung zu treffen.

Regeln für den Schwimm- und Sportunterricht

  • Die Hintertüren der Kabinen (zum Schwimmflur) sollten abgeschlossen sein. Dies
    erleichtert die Aufsicht.

  • Die Schüler*innen sollten vor der Pause ihre Taschen nicht selbstständig in die Halle bringen.

  • Genderunterricht ist besonders für die Klassen 7 und 8 wichtig.

  • Gesicherte Aufsicht auf den Fluren während des Umziehens, die die Privatsphäre der Schüler*innen beim Umziehen respektiert.

Unser Kinderschutz-Team

Bei allen Fragen rund um das Thema Kinderschutz können sich alle Mitglieder unsere Schulgemeinschaft vertrauensvoll an das Kinderschutz-Team wenden: Schüler*innen, Eltern, Lehrkräfte und weitere Beschäftigte wie zum Beispiel Freiwillige oder Alltagshelfer*innen.

Die Kolleg*innen des Kinderschutz-Teams kommen aus allen Bereichen der Schule: Schulleitung, Frühförderung, Förderschulkindergarten, Primar- und Sekundarstufe sowie Schulsozialarbeit. Sie sind über diese E-Mail-Adresse erreichbar: ruth.melchior@lvr.de

Zu unserem Kinderschutz-Team gehören aktuell:

  • M. Eicker

  • K. Maier-Claßen

  • M. Massen-Baseler

  • R. Melchior

  • M. Middel

  • N. Schröder

  • C. Touihri

Gruppenfoto von 4 Frauen und 2 Männern, die freundlich in die Kamera schauen.
Von links: C. Touihri, K. Maier-Claßen, M. Massen-Baseler, M. Middel. R. Melchior und N. Schröder